Flor de Sal

Flor de Sal ist quasi das Pendant zum französischen Fleur de Sel, einem besonders wohlschmeckenden Gourmetsalz. Vor allem in Spanien, Portugal, Flor de Delta, Ibiza, Mallorca, und der Algarve wird das edle Salz gewonnen. Bereits im Altertum war der Geschmack des hochwertigen Meeresproduktes hoch geschätzt. Heute noch wird das Flor de Sal in mühsamer Handarbeit von den Salzbauern geerntet. Ob aus dem Trenc auf Mallorca den Naturschutzgebieten Tavira, Sapol do Castro Marim an der Algarve, dem Ebro Delta oder den Salinas de la Trinidad – genau diese Regionen sind es, deren klimatische Bedingnungen sich ausgezeichnet zur Gewinnung des Flor de Sal eignen. Teilweise sind diese “Ernteplätze” sogar noch geeigneter als die französische Atlantikküste in Frankreich, wo das Fleur de Sel gewonnen wird. Gewürze und Salze findest Du bei Herberta.

Mit Bambusstangen eine reiche und gesunde Ernte einfahren

Auch heute noch, wie bereits seit alters her, wird das Flor de Sal in Meerwassersalinen in kleinen Kristallisationsbecken gewonnen. Speziell an Tagen die sehr heiß sind und mit hohen Temperaturen aufwarten sowie bei zusätzlicher Windstille entsteht bereits nach kurzer Zeit auf der Wasseroberfläche der Becken eine hauchdünne, zarte Schicht aus nur Millimeter starken Salzplättchen. Wird die Hitze dann gegen Nachmittag erträglich, lässt sich die Salzblüte mit Bambusstangen, den sogenannten “borboletas” abgesiebt und vorsichtig zum Trocknen ausgelegt. Werden die Salzplättchen allerdings nicht rechtzeitig geerntet sinken sie zu Boden. Dies bedeutet, dass nach einigen Tagen lediglich gewöhnliches Meersalz geerntet werden kann. Pro Teich beträgt die Flor de Sal Ausbeute rund 20-30 Kilogramm, pro Tag werden jedoch in der Regel lediglich 2 – 3 Kilogramm gewonnen. Würde aus dem gleichen Salzbecken normales Meersalz erzeugt, wären dies nach ca. drei Wochen etwa 800 Kilogramm.